PIDA GERMANY 2009 SCHLÄGT ALLE REKORDE

Mit 180 Teilnehmern übertraf der Packaging Impact Design Award im November an der Hochschule der Medien in Stuttgart alle Erwartungen. Bei dem von Korsnäs veranstalteten Verpackungsdesign-Wettbewerb für Studenten zeichneten sich die eingereichten Beiträge durch ein sehr hohes Niveau aus. Die Themen Luxus und Nachhaltigkeit, denen Fachbeiträge und Podiumsdiskussion gewidmet waren, fanden im engagierten Publikum großen Nachhall. Nach Abschluss des offiziellen Programms wurde noch lange leidenschaftlich diskutiert.

Den Wunsch nach Luxus hat es immer schon gegeben. Doch heute gibt es keinen Luxus ohne Verantwortung mehr – Verantwortung für die nächste Generation. Designer, Markeninhaber und Verpackungshersteller sind aufgefordert, die neuen Wertmaßstäbe bei der Gestaltung von Verpackungen zu berücksichtigen, wenn sie ihre Kunden langfristig binden wollen. Viele interessante Aspekte dieses Themas wurden in Vorträgen und Diskussionen rund um den Designwettbewerb in Stuttgart angesprochen.

 

Thomas Düllo, Professor für verbale Kommunikation an der Universität der Künste Berlin, konzentrierte sich dabei auf die kulturelle Perspektive, während Cornelia Diethelm, Leiterin Issue Management bei der Einzelhandelskette Migros aus Zürich, an Beispielen die gegenwärtigen Herausforderungen für Markeninhaber erläuterte. Und Dr. Christoph Häberle, Professor an der Hochschule der Medien Stuttgart und verantwortlich für die Lehre im Bereich Verpackungsdesign und Marketing, leitete eine interessante und sehr lebhafte Podiumsdiskussion, an der sich auch das Publikum beteiligte.

 

Nachdem die Studenten ihre Wettbewerbsbeiträge vorgestellt hatten, zog der Sprecher der Jury, der Designer Roman Klis, eine kurze Bilanz. »Die diesjährige PIDA-Veranstaltung war zweifellos die bisher beste. Die Kreativität kannte keine Grenzen – von einfachen und raffinierten bis hin zu richtig komplexen Lösungen waren sowohl Konstruktion als auch grafisches Design rekordverdächtig. Ein Teil der Beiträge könnte man direkt auf den Markt bringen – so hoch ist das Niveau.«

 

Pack & Display

Die Preisverleihung war wie in jedem Jahr der Höhepunkt des Tages. Die Studenten hatten die Aufgabe, unter dem Motto »Pack & Display« für eine frei erfundene Marke im Bereich Schönheitspflege oder Schokolade eine Verpackung und ein Display zu gestalten. Roman Klis erinnerte noch einmal an das spezifische Anliegen des Wettbewerbs, bei dem der »Packaging Impact« im Mittelpunkt steht: Hier geht es darum, aufzufallen und in der Kategorie »Muss ich unbedingt haben« zu landen. Die drei Gewinner lagen nach Punktzahl dicht beieinander, und der Wettstreit zwischen ihnen war beinhart. Doch ließen sie deutlich die restliche Konkurrenz hinter sich. Insgesamt haben sich 18 Teams am Wettbewerb beteiligt. Sie alle werden mit einer Studienreise nach Schweden und einem Besuch des Korsnäs-Werkes in Frövi belohnt.